Was ist Demenz genau?
Demenz ist ein Sammelbegriff für über fünfzig Krankheiten, bei denen das Gehirn Informationen nicht mehr richtig verarbeitet. Die bekannteste Form ist die Alzheimer-Krankheit.
Was sind die ersten Anzeichen von Demenz?
Häufige Symptome sind Gedächtnisverlust, Schwierigkeiten bei alltäglichen Verrichtungen, Verhaltensänderungen und Sprachprobleme.
Ist Demenz heilbar?
Nein, Demenz ist (noch) nicht heilbar. Es gibt jedoch Behandlungen und Aktivitäten, die den Abbau verlangsamen und das Wohlbefinden verbessern können.
Was ist der Unterschied zwischen Alzheimer und Demenz?
Alzheimer ist die häufigste Form von Demenz. Demenz ist der Oberbegriff für mehrere Hirnkrankheiten.
Wie verläuft Demenz im Laufe der Zeit?
Demenz verläuft in Phasen. Am Anfang treten vor allem Gedächtnisprobleme auf. Später kommen auch Schwierigkeiten mit Verhalten, Kommunikation, Beweglichkeit und Selbstversorgung hinzu.
Für weitere Informationen lesen Sie unseren Artikel über die verschiedenen Phasen der Demenz
Ist es wichtig, Menschen mit Demenz zu fördern?
Ja, Menschen mit Demenz haben Schwierigkeiten, selbständig anzufangen, und leiden deshalb unter Trägheit oder Teilnahmslosigkeit. Die Förderung von Menschen mit Demenz hilft ihnen und ist gut für ihr Wohlbefinden, Selbstvertrauen und ihre Lebensqualität. Auch wenn die geistigen Fähigkeiten abnehmen, bleiben oft Fertigkeiten, Interessen und Erinnerungen erhalten, die aktiviert werden können. Förderung hilft, diese zu bewahren und verhindert Langeweile oder Passivität.
- Erhalt von Fähigkeiten: Aktivitäten regen das Gehirn an und verlangsamen den Abbau.
- Stärkt das Selbstwertgefühl: Wenn jemand etwas (mit)tun kann, fühlt er sich nützlich und eingebunden.
- Verhindert Isolation: Spiel, Bewegung und Kontakt sorgen für Verbundenheit und Freude im Alltag.
- Unterstützt Tagesstruktur: Durch feste Zeiten für Aktivitäten wird der Tag überschaubar und geordnet.
Wie fördert man jemanden mit Demenz?
Jemanden mit Demenz zu fördern bedeutet: sich an dem zu orientieren, was noch möglich ist, Interesse zu zeigen und eine sichere, positive Umgebung zu bieten. Durch aktiven Kontakt, vertraute Tätigkeiten und kleine Erfolge fühlt sich die Person mehr eingebunden und wertgeschätzt. Hier sind einige Möglichkeiten, die Förderung zu unterstützen:
- Nutzen Sie tägliche Rituale: Wiederholung und Ordnung geben Halt. Denken Sie an gemeinsames Kaffeekochen, den Tisch decken oder Pflanzen gießen.
- Bieten Sie einfache Tätigkeiten an: Lassen Sie jemanden etwas tun, das zu früheren Interessen passt, wie ein Puzzle legen, Fotos anschauen oder Wäsche falten.
- Fördern Sie die Sinne: Düfte, Musik und Tastmaterialien rufen Erinnerungen wach. Denken Sie an Handcreme mit bekanntem Duft oder Musik aus der Jugendzeit.
- Nutzen Sie Wiedererkennung: Verwenden Sie vertraute Gegenstände, Fotos oder Themen aus der Vergangenheit. Aktivitäten wie Erinnern helfen beim Kontakt und aktivieren das Gedächtnis.
- Bewegen Sie sich gemeinsam: Bewegung regt Gehirn und Körper an. Machen Sie zusammen einen Spaziergang, tanzen Sie zur Musik oder spielen Sie ein einfaches Ballspiel.
- Lassen Sie Raum für eigene Entscheidungen: Fragen Sie zum Beispiel: „Wollen wir zusammen ein Bild ausmalen oder ein Lied hören?“ So fühlt sich die Person ernst genommen.
Achten Sie auf Anzeichen von Übermüdung oder Frustration und bieten Sie Ruhe, wenn nötig. Kleine, positive Erlebnisse tragen zu einem Gefühl von Selbstwert und Wohlbefinden bei.